Gesundheit am Arbeitsplatz: Mehr Ergonomie, Sicherheit und Gesundheit in der Logistik

19 Mai 2021

Expertenartikel von Olivier Rochet, CEO von Scallog

Nanterre am 19 Mai 2021

Variable Warenflüsse und schnellere Arbeitsprozesse in den Lagern können Stress bei den Lagerarbeitern verursachen, die oft unter Erkrankungen des Bewegungsapparats leiden. Die Reduzierung von Laufwegen und von repetitiven Bewegungsmuster ist heute ein Muss, um die Gesundheit der MitarbeiterInnen bei der Kommissionierung von Kundenbestellungen zu gewährleisten. Dank der Goods to Man-Robotik ist es jetzt möglich, Ergonomie und Sicherheit mit Produktivität zu vereinen.

Heutzutage ist die Logistikbranche mit dem E-Commerce-Boom und der Verallgemeinerung  des Multichannel-Systems konfrontiert. Gleichzeitig müssen die neuen Erwartungen der Konsumenten, Gewerbetreibenden und Einzelpersonen erfüllt werden. In den immer funktionelleren Lagern, die zunehmend ein XXL-Format aufweisen, äußert sich diese Situation in der Unvorhersehbarkeit von Aktivitätsspitzen, und einem beispiellosen Anstieg der Einzelkommissionierungen. Hierbei handelt es sich um zeitaufwändige Vorgänge, die zahlreiche Ressourcen, viele Warenbewegungen und lange Laufzeiten erfordern. 

Um diese Warenflüsse optimal zu organisieren und die Nachfrage zu bedienen, müssen die Logistikspezialisten – über die Ressourcenverwaltung als Anpassungsvariable hinaus – an Effizienz und Produktivität gewinnen. Die Automatisierung – insbesondere die Goods to Man-Robotik – ist einer der Schlüsselfaktoren beim Wettlauf um Produktivität in der Logistik. Dabei dürfen aber keinerlei Kompromisse bei Sicherheit und Wohlbefinden der Lagerarbeiter eingegangen werden. In der Tat führen bessere Arbeitsbedingungen im Lager ohne repetitive Bewegungsmuster und ohne lange Laufzeiten zu einer verringerten Personalfluktuation, weniger Fehlzeiten und sogar einer Produktivitätssteigerung!

 

Goods to Person-Robotik: Weniger körperliche Belastung für die Lagerfachkräfte

Sich wiederholende Bewegungsmuster, kilometerlange Laufwege und die Handhabung schwerer Lasten können bei den Lagermitarbeitern Müdigkeit, Leistungsabfall und Erkrankungen des Bewegungsapparats (die häufigste Ursache von Berufskrankheiten in Frankreich) hervorrufen. Die Vermeidung und Reduzierung dieser Leiden ist eine menschliche und wirtschaftliche Notwendigkeit, um eine bessere Logistikleistung zu gewährleisten. 

Die Goods to Man (Ware-zur-Person)-Robotik reduziert maßgeblich die körperliche Anstrengung und Beschwerlichkeit für die Lageristen, in Hinblick auf drei Schwerpunkte: die Anzahl der zurückgelegten Kilometer, repetitive Bewegungsmuster und das Tragen schwerer Lasten. 

Mit der Roboterlösung nehmen die Arbeitskräfte die Kommissionierung an einer ergonomischen Arbeitsstation vor. Somit können Laufwege (durchschnittlich mehr als 15 Kilometer pro Tag) und das Tragen schwerer Lasten (zwischen 1 bis 8 Tonnen pro Tag) reduziert, sowie falsche Handhabung vermieden werden. Lange Wege und die Produktsuche im Lager können Unproduktivität und Stress verursachen und bis zu 70 % der unproduktiven Zeiten innerhalb des Arbeitstags ausmachen! Durch den Wegfall dieser Stressfaktoren wird die Logistikeffizienz verbessert.

 

Die Goods to Man-Robotik für verbesserte Personensicherheit 

Im Zuge der Ausnahmesituation durch die Coronakrise mussten in den Lagern neue Sicherheitsrichtlinien eingeführt werden: um die Distanzregeln einzuhalten, den  Bewegunsradius einzuschränken und um zu lange Kontaktsituationen unter den Lagerarbeitern zu vermeiden. Zu diesen neuen Anforderungen für Gesundheitsschutz kommt die notwendige Garantie der körperlichen Sicherheit des Personals, unabhängig von der Arbeitsumgebung und den umgeschlagenen Produkten. 

Goods to Man-Robotik reduziert den Personenverkehr im Lager, der zu Kollisionen oder Stürzen führen kann. Weiters garantiert sie einen Sicherheitsabstand zwischen dem Lageristen und besonders gefährlichen Produkten. 

Heikle Produkte werden genau gekennzeichnet und auf Regalen in einer geschlossenen Zone aufbewahrt: Die Lagerfachkraft handhabt den Artikel mit umfassender Kenntnis. Fehler oder falsche Handhabungen durch erfahrene Lagerarbeiter oder auch ordentlich angeleitete Aushilfskräfte werden somit vermieden. 

Goods to Person-Robotik – hoch ergonomische Arbeitsstationen 

Abgesehen von einer Optimierung der Warenflüsse und der erhöhten Effizienz der Kommissionierung garantiert die Goods to Man-Robotik eine beispiellose Ergonomie der Arbeitsstation im Vergleich zu traditionellen Vorrichtungen. 

Die Goods to Man-Arbeitsstation kann auf wenig Raum individuell eingestellt werden, um die optimale Arbeitshaltung bei der Produktentnahme (Picking) zu gewährleisten: Die Regalhöhe und Abmessungen der Ablagen sind konfigurierbar, so dass ein einfacher Zugang und eine sichere Handhabung garantiert sind. Die gesamte Organisation der Arbeitsstation wurde speziell konzipiert, um repetitive Bewegungsmuster und die Ermüdung der Lagerarbeiter zu minimieren! 

Dazu kommen Personalrotationen. Die Goods to Man-Robotik sichert einen vielseitigen Einsatz der Mitarbeiter, die in nur wenigen Stunden eingeschult werden und unterschiedliche Aufgaben erledigen können. 

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern sucht Scallog stets nach der optimalen Konfiguration der Arbeitsstation: Mittels einer 3D-Umgebung können sie sich in ihr Arbeitsumfeld hineinversetzen und die Vorgänge auf virtuelle Weise ausführen. Ware-zur-Person-Robotik zählt – wie auch Exoskelette – zu den besten technologischen Lösungen um Erkrankungen des Bewegungsapparats und körperliche Abnutzung im Lager zu reduzieren – und zwar ohne jegliche Kompromisse bei der Produktivität, die sogar einen Anstieg von durchschnittlich 40 % verzeichnet!

Fazit: Abgesehen von der verminderten körperlichen Abnutzung und der erhöhten Sicherheit ist die Goods to Man-Robotik Teil der Strategie von Logistikspezialisten zur Steigerung der Qualität am Arbeitsplatz für die Lageristen. Verbesserte Arbeitsbedingungen und eine effizientere tägliche Aktivität fördern das Engagement und die Motivation der Mitarbeiter – was sich positiv auf die Logistikleistung auswirkt.  In diesem Sinne leistet die Goods to Man-Robotik einen Beitrag zu einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Beschleunigung der Arbeitsprozesse und Wohlbefinden der Arbeiter – für eine verantwortungsvolle Produktion in den Lagern!

Zum Unternehmen Scallog :

Scallog wurde 2013 vom Diplomingenieur Olivier Rochet in Paris gegründet. Das Unternehmen entwickelt Automatisierungslösungen für Logistikzentren. Auch die industrielle Fertigung und der Vertrieb werden von Scallog realisiert.

Die Lösung besteht in intelligenten Lagerrobotern, die mobile Warenregale zu den Kommissionierungskräften transportieren. Diese intelligenten Logistikroboter made in France sind mit der besten derzeit verfügbaren Entscheidungssoftware ausgestattet. 

Heutige Konsumenten haben stetig steigende Ansprüche in Hinblick auf die schnelle Verfügbarkeit und kurze Lieferfristen der Produkte. Scallog erlaubt eine Beschleunigung der Kommissionierung und garantiert somit erhöhte Produktivität und Agilität im Lagerwesen. Ein weiterer Vorteil besteht in der  Vergrößerung der nutzbaren Lagerfläche. 

Das ausgezeichnete Know-How des französischen Herstellers ist daher die ideale Antwort auf die Erfordernisse eines modernen Logistikzentrums.  

Scallog ist ein führendes Unternehmen im Bereich intelligente und skalierbare Logistikroboter. Mit derzeit mehr als 30 Referenzkunden und mit einer substantiellen Kapitalausstattung richtet Scallog nun seinen Fokus auf eine verstärkte Internationalisierung. www.scallog.com

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